
Multiresistente Erreger (MRE)
MRSA, MRGN, VRE – Bedeutung für die Flächenhygiene.
Multiresistente Erreger stellen eine zunehmende Herausforderung dar. Ihre Resistenz gegen Antibiotika erschwert die Therapie und macht die Prävention umso wichtiger.
Die wichtigsten multiresistenten Erreger
Multiresistente Erreger werden nach Art und Umfang ihrer Antibiotikaresistenzen klassifiziert.
MRSA
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus
Resistenz gegen eine Vielzahl von Beta-Laktam-Antibiotika. Einer der häufigsten multiresistenten Erreger in Gesundheitseinrichtungen.
MRGN
Multiresistente gramnegative Erreger
Gramnegative Bakterien mit Resistenzen gegen mehrere Antibiotikagruppen. Unterscheidung in 3MRGN und 4MRGN nach KRINKO-Klassifikation.
VRE
Vancomycin-resistente Enterokokken
Enterokokken mit Resistenz gegen das Reserveantibiotikum Vancomycin. Besondere Bedeutung in Intensivbereichen.
Warum MRE besonders problematisch sind
Antibiotikaresistenz
MRE sind gegen ein oder mehrere Antibiotika resistent, was Therapieoptionen einschränkt.
Lange Überlebenszeit
MRE können auf unbelebten Oberflächen über Wochen bis Monate überleben.
Nosokomiale Übertragung
Übertragung erfolgt häufig in Gesundheitseinrichtungen über Kontaktflächen und Hände.
Institutionelle Verbreitung
Besondere Gefährdung in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Rehabilitationseinrichtungen.
Übertragungswege von MRE
Die Übertragung multiresistenter Erreger erfolgt überwiegend über direkten und indirekten Kontakt.
Wichtige Kontaktflächen
Hygienemaßnahmen bei MRE
Die Kontrolle multiresistenter Erreger erfordert ein Bündel abgestimmter Hygienemaßnahmen.
Händehygiene
Konsequente Händedesinfektion vor und nach Patientenkontakt.
Flächendesinfektion
Regelmäßige Wischdesinfektion patientennaher Kontaktflächen.
Barrieremaßnahmen
Einsatz von Schutzkitteln, Handschuhen und ggf. Mund-Nasen-Schutz.
Isolierung
Räumliche Trennung kolonisierter oder infizierter Patienten.
Screening
Gezielte Abstrichuntersuchungen zur Erkennung von MRE-Trägern.
Dokumentation
Lückenlose Erfassung von MRE-Fällen und durchgeführten Maßnahmen.
Anforderungen an die Flächendesinfektion
Desinfektionsmittel müssen gegen multiresistente Erreger wirksam und für den routinemäßigen Einsatz geeignet sein.
Bakterizide Wirksamkeit
Nachgewiesene Wirksamkeit gegen die relevanten MRE-Erreger.
Kurze Einwirkzeiten
Praxisgerechte Einwirkzeiten für den klinischen Alltag.
Materialverträglichkeit
Schonend für medizinische Oberflächen und Geräte.
Anwendersicherheit
Schutz des Personals bei routinemäßiger Anwendung.
KRINKO-Empfehlungen zur MRE-Prävention
Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention gibt Empfehlungen für den Umgang mit MRE in Gesundheitseinrichtungen.
Risikobewertung
Einrichtungen sollten eine Risikobewertung hinsichtlich MRE durchführen und Hygienemaßnahmen entsprechend anpassen.
Basishygiene
Konsequente Umsetzung der Basishygiene als Grundlage jeder MRE-Prävention, einschließlich Händehygiene und Flächendesinfektion.
Erweiterte Maßnahmen
Bei bestimmten MRE-Nachweisen sind ergänzende Maßnahmen wie Kontaktisolierung und intensivierte Flächendesinfektion erforderlich.
Informationsweitergabe
Strukturierte Weitergabe von MRE-relevanten Informationen bei Verlegung oder Entlassung von Patienten.
DESICURA und MRE-Prävention
Das DESICURA System unterstützt Einrichtungen bei der systematischen Flächendesinfektion – auch im Kontext multiresistenter Erreger.

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BakterizidRoutinemäßige Flächendesinfektion auf Basis organischer Carbonsäuren – wirksam gegen MRE wie MRSA und MRGN.
Mehr erfahrenMaßnahmen bei MRE-Häufungen
Bei gehäuftem Nachweis multiresistenter Erreger sind strukturierte Gegenmaßnahmen erforderlich.
Systematische Flächendesinfektion
Ein integriertes System verbessert die Reproduzierbarkeit von Desinfektionsprozessen – auch bei MRE.
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