Nosokomiale Infektionen – Prävention im Krankenhaus
    Wissen · Nosokomiale Infektionen

    Nosokomiale Infektionen

    Mit konsequenter Hygiene zu mehr Patientensicherheit – Ursachen, Risikofaktoren und wirksame Präventionsstrategien.

    Definition

    Was sind nosokomiale Infektionen?

    Nosokomiale Infektionen sind Infektionen, die im Rahmen einer medizinischen Behandlung erworben werden und innerhalb von 48 Stunden nach Krankenhausaufnahme auftreten. Sie stellen eine häufige Komplikation dar und belasten nicht nur Patienten und Personal, sondern führen durch längere Liegedauern auch zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen.

    Zahlen & Fakten

    Nosokomiale Infektionen in Zahlen

    400.000–600.000

    Nosokomiale Infektionen pro Jahr in Deutschland

    ~20 %

    Anteil unterer Atemwegsinfektionen an allen NI

    Jeder 7.

    Krankenhauspatient hat eine nosokomiale Infektion

    Bis zu 30 %

    der NI sind durch Hygienemaßnahmen vermeidbar

    Infektionsarten

    Die häufigsten nosokomialen Infektionen

    Device-assoziierte Harnwegsinfekte

    Das Risiko steigt mit der Liegedauer des Katheters. Sie gehören zu den häufigsten nosokomialen Infektionen.

    Beatmungspneumonien

    Untere Atemwegsinfektionen machen rund 20 % aller nosokomialen Infektionen aus.

    Postoperative Wundinfektionen

    Invasive Eingriffe erhöhen das Infektionsrisiko erheblich – besonders auf Intensivstationen.

    Sepsis

    Nosokomiale Infektionen können zu lebensbedrohlicher Sepsis führen. Prävention ist entscheidend.

    Risikofaktoren

    Warum entstehen nosokomiale Infektionen?

    Eine wichtige pathogenetische Rolle spielen invasive Eingriffe und invasive medizinische Hilfsmittel. Auf Intensivstationen besteht ein besonders hohes Infektionsrisiko.

    Invasive Eingriffe

    Operationen und medizinische Prozeduren

    Invasive Hilfsmittel

    Katheter, Beatmungsgeräte, Drainagen

    Liegedauer

    Längere Aufenthalte erhöhen das Risiko

    Intensivstationen

    Besonders hohes Infektionsrisiko

    Immunsuppression

    Geschwächte Immunabwehr der Patienten

    Kontaktübertragung

    Über Hände und kontaminierte Flächen

    Prävention

    Maßnahmen zur Vermeidung

    Die Raten an nosokomialen Infektionen lassen sich durch strikte Befolgung der Basishygiene und gezielte Präventionsstrategien deutlich verringern.

    Händehygiene

    Die hygienische Händedesinfektion ist die wichtigste Einzelmaßnahme zur Vermeidung nosokomialer Infektionen.

    Flächendesinfektion

    Kontaminierte Oberflächen sind zentrale Übertragungswege. Regelmäßige Desinfektion reduziert die Erregerlast.

    Standardisierte Arbeitsabläufe

    Verbesserte Prozesse erhöhen die Compliance und den Patientenschutz nachweislich.

    Surveillance & Monitoring

    Kontinuierliche Überwachung der Infektionsraten ermöglicht frühzeitiges Eingreifen.

    Isoliermaßnahmen

    Isolierzimmer und -stationen verhindern die Übertragung von MRSA und anderen resistenten Erregern.

    Schulung & Unterweisung

    Regelmäßige Fortbildungen des Personals sind essenziell für eine nachhaltige Infektionsprävention.

    DESICURA Lösung

    Wie DESICURA zur Prävention beiträgt

    Das DESICURA System bietet ein ganzheitliches Konzept für die Flächenhygiene – von wirksamen Desinfektionsmitteln über standardisierte Prozesse bis hin zu digitalem Monitoring.