
Risikobewertung für Flächen
im Gesundheitswesen
Systematische Bewertung von Infektionsrisiken als Grundlage für bereichsspezifische Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen – gemäß KRINKO und DIN 13063.
Warum Risikobewertung?
Nicht alle Bereiche in einer medizinischen Einrichtung erfordern den gleichen Hygieneaufwand. Eine systematische Risikobewertung stellt sicher, dass Maßnahmen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den größten Schutz bieten.
Gezielte Maßnahmen
Hygienemaßnahmen passgenau auf das Risikoprofil jedes Bereichs abstimmen.
Effiziente Ressourcen
Personal, Material und Zeit dort einsetzen, wo der Nutzen am größten ist.
Maximaler Schutz
Höchste Sicherheit für Patienten, Personal und Besucher gewährleisten.
Bewertungskriterien
Die Risikobewertung berücksichtigt mehrere Faktoren, um das Infektionsrisiko eines Bereichs einzustufen.
Patientenpopulation
Art und Vulnerabilität der behandelten Patienten.
Medizinische Eingriffe
Art und Invasivität der durchgeführten Maßnahmen.
Raumfunktion
Nutzungszweck und Frequenz der Bereiche.
Erregerspektrum
Relevante Erreger und deren Überlebensfähigkeit.
Vier Risikokategorien
Jeder Bereich wird einer von vier Risikokategorien zugeordnet. Die Kategorie bestimmt Art und Umfang der erforderlichen Hygienemaßnahmen.
Bereiche ohne besonderes Infektionsrisiko
Verwaltung, Flure, Treppenhäuser, Aufenthaltsräume ohne Patientenkontakt.
Maßnahme: Unterhaltsreinigung nach Reinigungsplan.
Bereiche mit möglichem Infektionsrisiko
Allgemeine Patientenzimmer, Ambulanzen, Untersuchungsräume, Therapieräume.
Maßnahme: Tägliche Reinigung + gezielte Flächendesinfektion von Kontaktflächen.
Bereiche mit besonderem Infektionsrisiko
Intensivstationen, Isolierzimmer, Neonatologie, Hämatologie/Onkologie.
Maßnahme: Mehrfach tägliche Desinfektion aller Kontaktflächen, erweiterte Schutzmaßnahmen.
Bereiche mit sehr hohem Infektionsrisiko
OP-Bereiche, Sterilgutversorgung, Eingriffsräume, Reinräume.
Maßnahme: Desinfektion nach jedem Eingriff, aseptische Bedingungen, strenge Zugangsregelung.
Kontaktflächen bewerten
Neben der Raumkategorie ist die Art der Oberfläche entscheidend für die Risikobewertung.
Hochkontaktflächen
Flächen mit häufigem Handkontakt – höchstes Übertragungsrisiko.
Patientennahe Flächen
Flächen in unmittelbarer Patientenumgebung.
Sanitärbereiche
Bereiche mit erhöhter Feuchte und Kontaminationsgefahr.
Prozess der Risikobewertung
In fünf Schritten von der Bereichsanalyse zum bereichsspezifischen Hygieneplan.
Bereichsanalyse
Systematische Erfassung aller Räume und deren Funktion.
Risikoeinstufung
Zuordnung jedes Bereichs zu einer Risikokategorie.
Maßnahmenplanung
Definition der erforderlichen Hygienemaßnahmen.
Hygieneplan
Erstellung bereichsspezifischer Hygienepläne.
Monitoring
Regelmäßige Überprüfung und Anpassung.
Digitale Risikobewertung
Der Hygiene Navigator unterstützt die systematische Risikobewertung mit digitalen Werkzeugen – von der Bereichserfassung bis zur automatischen Ableitung von Hygienemaßnahmen.
Bereichserfassung
Alle Räume und Bereiche strukturiert erfassen und kategorisieren.
Risikomatrix
Automatische Einstufung basierend auf definierten Kriterien.
Maßnahmenplan
Automatische Ableitung von Hygienemaßnahmen pro Bereich.
Audit-Trail
Vollständige Nachvollziehbarkeit aller Bewertungen und Änderungen.
Risikobewertung im DESICURA System
Die Risikobewertung bildet die Grundlage für die bereichsspezifische Konfiguration aller sieben Systemebenen.
Risikobewertung systematisch umsetzen
Erfahren Sie, wie das DESICURA System Sie bei der risikobasierten Planung und Umsetzung Ihrer Flächenhygiene unterstützt.